Neujahrsempfang Martina Neubauer mit Prof. Dr. Michael Schrödl

Neujahrsempfang – Wie wollen wir leben?

Wie wollen wir leben? Unter diesem Motto stand auch dieses Jahr der Neujahrsempfang des Grünen Kreisverbands Starnberg am 24. Januar im Pfarrstadel in Weßling.

Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr Prof. Dr. Michael Schrödl gewinnen konnten. Prof. Dr. Michael Schrödl ist einer der letzten Profi-Artenforscher und scientist for future. Er lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität und ist Leiter der Weichtiersektion der Zoologischen Staatssammlung. Er setzt sich besonders für die Artenvielfalt und die taxonomische Grundlagenforschung ein.

Sein Vortrag „Arten, Klima – Future?“ konfrontiert uns ganz plastisch mit den Folgen des Klimawandels.

Hier meine Begrüßungsrede zum Neujahrsempfang:

„Es mir eine große Freude und ich bin auch Stolz darauf, dass „mein“ Kreisverband bereits seit mehr als 10 Jahren einen Neujahrsempfang ausrichtet und sich mit der Frage „Wie wollen wir Leben“ auseinandersetzt.

Genau diese Frage ist mein Antrieb, mich kommunalpolitisch zu engagieren. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit der Verwaltung, gemeinsam mit Ihnen und Euch möchte ich unseren Landkreis zukunftsfähig gestalten.

Wir dürfen nicht nur mehr oder weniger ambitionierte Papiere verabschieden, es gebt um das konkrete Handeln und es geht um Entscheidungen, die kurzfristig auch einmal wehtun, aber langfristig einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten.

Dazu gehören

  • ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Natur,
  • der Stopp der geplanten Eingriffe in den Bannwald und Landschaftsschutzgebiete – es ist nicht ökologisch Ersatzwälder zu pflanzen, die vielleicht in 30 Jahren ihre Wirkung für unser Klima entfalten -,
  • eine Mobilitätswende mit einer Mobilitätsgarantie und dazu gehört auch,
  • dass wir die Potentiale im Landkreis bei der Erzeugung regenerativer Energien endlich ausschöpfen.

Ein Landkreis, der für die Zukunft gut aufgestellt ist, muss sich um Generationengerechtigkeit kümmern. D.h., dass wir neben unseren sehr guten Bildungsangeboten und einer guten Versorgung mit Kindertageseinrichtungen – dies sind wesentliche Standortfaktoren auch für unsere heimische Wirtschaft – auch um gute ambulante Versorgungsstrukturen für die ältere Generation kümmern müssen. Eine bessere Ausstattung aufsuchender Hilfen, ein besseres Angebot an Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen. Hier kann der Landkreis viel mehr tun, damit alle gut versorgt sind und länger zuhause leben können.

Selbstverständlich benötigen wir auch mehr bezahlbaren Wohnraum; dies schaffen wir nur im Zusammenspiel mit den Kommunen, unseren Wohnungsbaugesellschaften und den Unternehmen, mit kreativen Ideen und dem heimischen Handwerk. Und wir schaffen das nur, wenn wir nicht noch zusätzlich Arbeitsplätze in Zeiten der Vollbeschäftigung schaffen.

Und ich möchte ein klares Zeichen für unsere Demokratie setzen. Gerade die Kommunen und ihre demokratisch gewählten Vertretungen sind Garanten für unsere Demokratie. Daher rufe ich alle auf, am 15. März wählen zu gehen und demokratischen Parteien ihre Stimme zu geben. Natürlich gerne den GRÜNEN.

Ich freut mich sehr, dass wir heute mir Prof. Dr. Michael Schrödl einen ganz besonderen Wissenschaftler bei uns begrüßen dürfen. Er ist Schneckenforscher und er gehört zu den Scientists for future. Wir haben uns im letzten Jahr kennengelernt, als Prof. Schrödl auf einer Demonstration gegen den Kiesabbau in Forst Kasten in Neuried gesprochen hat – es regnete in Strömen und wir haben uns einen Schirm geteilt. Kurz davor hatte ich ihn auf der Verbandsversammlung des Bayerischen Bezirkstags mit einem großartigen Vortrag hören dürfen – der vielen Kolleginnen und Kollegen aus den Bayerischen Bezirken in Schreckstarre verfallen ließ.

Es ist mir eine große Freude und Ehre, dass Sie, lieber Prof. Schrödl, gleich nach meiner Anfrage für den heutigen Abend zugesagt haben.

Herr Prof. Schrödl Ihnen gehört die Bühne. Im Anschluss an den Vortrag wollen wir – wie immer – noch miteinander ins Gespräch kommen.“

Martina Neubauer und Bürgermeisterkandidat*innen auf dem Neujahrsempfang (Foto P. Klinder)

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