Leserbrief zur Sitzung am 20.02.2017

Ausnahmsweise habe ich einen Leserbrief an alle Lokalredaktionen versandt:

Die Sitzung des Starnberger Stadtrats aus der Sicht einer Stadträtin

die Reaktion einiger Kolleginnen und Kollegen auf die Entscheidung des Starnberger Stadtrats vom 20.02.17 „Tunnel bauen – Umfahrung planen“ veranlasst mich zu diesem Leserbrief.

19 Kolleginnen und Kollegen haben sich nach den Gesprächen bei der Obersten Baubehörde intensiv mit den Informationen auseinandergesetzt und sind in der Analyse zum Ergebnis gekommen, dass der Bau des B 2 Entlastungstunnels die einzige Möglichkeit darstellt, den B 2 Durchgangsverkehr aus der Stadt zu bekommen und damit die Lebens- und Aufenthaltsqualität nachhaltig zu verbessern.
Parallel dazu kann damit der Weg zur Prüfung einer ortsfernen Umfahrung gegangen werden. Dieser Antrag war für keinen der 19 einfach und dennoch sind wir ihn gemeinsam gegangen.
Der Grund: Befriedung der Starnberger Situation, Beendigung des Denkens in Lagern und ein Signal, dass wir gemeinsam unsere Stadt gestalten wollen.

Umso mehr hat mich überrascht, dass die Kolleginnen und Kollegen der sog. „Umfahrungsallianz“ diesem Antrag nicht folgen wollten. Daraus lässt sich nur schließen, dass sie weder einen Tunnel noch eine Umfahrung ernsthaft verfolgen. Dann wäre es konsequent gewesen, einen entsprechenden Antrag mit dem Titel „Weder Tunnel noch Umfahrung“ zu stellen und die Bürgerinnen und Bürger darüber aufzuklären, dass man das Thema zwar verbal weiter verfolgen aber keine Umsetzung möchte.

Die Angriffe auf die Kolleginnen und Kollegen, die sich entschlossen haben, dem Antrag zuzustimmen, sind beschämend. Das Abwägen aller Erkenntnisse, die Verarbeitung neuer Informationen und das Ringen um eine gute Lösung zeichnet aufgeschlossene, verantwortungsvolle Kommunalpolitikerinnen und –politiker aus.

Martina Neubauer, Stadträtin

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