Starnberger Dialog gegründet

Am 3. Oktober 2016 hat sich das überparteiliche und überkonfessionelle Netzwerk „Starnberger Dialog“ für ein friedliches Zusammenleben gegründet. Zu den Zielen, dem Selbstverständnis und den Aufgaben finden Sie hier unsere Grundsätze.

Einen vielversprechenden Start hat der „Starnberger Dialog“ mit seiner Gründungsveranstaltung genommen. Am 3. Oktober fanden sich 50 Interessierte aus der Stadt und dem Landkreis Starnberg ein, um gemeinsam das überparteiliche und überkonfessionelle Netzwerk für ein friedliches Zusammenleben zu gründe. Sie wurden mit ihrer Unterschrift auch Gründungsmitglieder.

Rainer Hange, Dr. Stefan Koch, Martina Neubauer und Kerstin Täubner-Benicke hatten ganz bewusst den Tag der Deutschen Einheit für die Gründungsveranstaltung gewählt. Sie schreiben in ihrem Grundsatzpapier „Das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und Glaubensgemeinschaften ist gefährdet, wo Rassismus, Rechtsradikalismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit offen oder verdeckt gezeigt werden. Die schmerzhaften Erfahrungen unserer deutschen Geschichte sind für uns Mahnung und Auftrag zugleich.“ Dem wollen sie mit der Bildung eines Netzwerks mit einer klaren Positionierung und Bewusstseinsbildung entgegenwirken.

Landrat Karl Roth machte in seiner Begrüßung deutlich, wie er die Entwicklungen in den letzten beiden Jahren im Landkreis Starnberg, insbesondere im Hinblick auf die Ankunft der vielen Geflüchteten, erlebt hat und welche Aufgaben nun vor der Gesellschaft stünden, um zum Gelingen der Integration in den kommenden Jahren beizutragen. Er zeigte sich erfreut, dass mit dem entstehenden Netzwerk die Kräfte gebündelt würden und man noch besser gemeinsam agieren könne. Auch heute sei wieder Zivilcourage gefragt, daher unterstütze er diesen Zusammenschluss sehr und stehe hinter den Zielen des „Starnberger Dialogs“.

Nach einführenden Worten der Initiatoren für ihre Motive begann der Dialog mit vielen zustimmenden Redebeiträgen. Auch wenn noch nicht klar ist, wie genau die zukünftige Zusammenarbeit koordiniert wird, wurde deutlich, dass diese Verknüpfung bisher fehlt. „Unsere Vernetzung stärkt das Wissen voneinander, die Möglichkeit des Austauschs und das Einstehen für unsere Demokratie“, so die gemeinsame Einschätzung an diesem Abend.

Neben den eingeladenen Vertretern aus Politik, gesellschaftlichen Gruppierungen, Sozialverbänden, Kulturschaffenden, dem Kreisjugendring, der Ausländerbehörde und den Religionsgemeinschaften kamen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Treffen, um ihre Unterstützung zuzusagen. Der „Starnberger Dialog“ will auch noch auf weitere Interessierte zugehen, die zur Vernetzung beitragen können. Felicitas Balzer machte für die junge Generation deutlich, wie wichtig Bildung, das gemeinsame Erleben und Tun im Sportverein, bei Musik und Theater sind, um Vorurteile gar nicht erst zu entwickeln, diese abzubauen und Integration zu ermöglichen.

Am 26. Oktober wird sich der Kreis erneut treffen, um die Form der Zusammenarbeit zu koordinieren. Für den 9. November ist um 18.30 Uhr auf dem Kirchplatz in Starnberg eine Gedenkveranstaltung zum „Schicksalstag der Deutschen“ geplant. Das genaue Thema wird am 26. Oktober gemeinsam festgelegt.

 

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